Franken

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Franken, das Land der Bocksbeutel, der besonderen bauchigen Flaschenform, ist zwischen Aschaffenburg und Schweinfurt an den südwärts gerichteten Talhängen des Mains und seiner Nebenflüsse gelegen.

Mit seinen 6.080 ha (5.651 ha Weißwein / 429 ha Rotwein) bestockter Rebfläche ist Franken das 6. größte deutsche Anbaugebiet. Hier wird überwiegend Müller-Thurgau und Silvaner angebaut.

Der fränkische Ort Castell, geographisch begünstigt durch seine Lage zwischen Steigerwald und Mainebene, ist urkundlich bekannt seit 816. Bis ins Jahr 1057 läßt sich das heutige Fürstenhaus zurückverfolgen. Über viele Jahre hinweg haben die Grafen und späteren Fürsten zu Castell diesen Teil Frankens geprägt. Zum wirtschaftlichen Bereich zählen neben Land- und Forstwirtschaft, dem Bankgeschäft vor allen Dingen der Weinbau. Seit über 700 Jahren sind Wein und Castell untrennbar miteinander verbunden. Einige Casteller Lagen sind schon im Jahr 1258 urkundlich belegt: Hohnart, Schloßberg, Reitsteig und Trautberg. Castell ist damit das Weingut in Franken, das auf die längste ununterbrochene Weinbautradition zurückblicken kann.

Die Weinberge des Fürstlich Castell’schen Domänenamtes sind eingebunden in eine abwechslungsreiche und malerische Landschaft. Sie liegen in kleinklimatisch besonders begünstigten Nischen auf mineralstoffreichem Gipskeuper. Diese besonderen Voraussetzungen und konsequente Qualitätsorientierung prägen die Weine, die das Familienwappen des Fürsten zu Castell-Castell tragen.

So entstehen Weine, die den Einfluß des Bodens, der jahrhundertelangen Erfahrung und zeitgemäßer Kellertechnik in sich vereinen. Es sind Gutsabfüllungen, deren im Weinberg gewachsene Qualität im Keller schonend gepflegt wird. Sortentypisch, ausdrucksstark, mit lebendiger, herzhafter Säure. Die Weine sind überwiegend fränkisch-trocken ausgebaut.

Die Mitgliedschaft im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) unterstreicht das ausgeprägte Qualitätsdenken.

Das Fürstlich Castell’sche Domänenamt bebaut die gesamten 70 ha Rebfläche nach den Richtlinien und unter Kontrolle des Naturland-Verbandes für ökologisch-naturgemäßen Landbau. Weine aus Weinbergen, die bereits mehr als drei Jahre nach diesen Richtlinien bearbeitet wurden, sind mit dem Naturlandzeichen gekennzeichnet.

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